Die Geschichte…

…mit der Fahrt nach Dänemark.

Wollte wieder mal nach langer Zeit in Urlaub fahren und entschied mich für Dänemark. War noch nie da und es soll sehr schön sein.

Kaufe Bahntickets und drucke mir für die ganze Strecke einen detaillierten (!) Fahrplan aus.

Sonntags stieg ich in den Zug Richtung „Hamburg“.

In München musste ich umsteigen, aber das im Fahrplan angegebene Gleis existierte nicht. Anstatt einem Gleis war da nur eine Baustelle. Ok, schauen wir im Aushang am Bahnsteig nach. Gedacht, getan und Problem gelöst.

Übersah eine Information, laut der ich in Fulda umsteigen musste. (Beide waren ICEs, beide hatten das gleiche Gleis, nur die Nummern hinter den ICEs waren komischerweise anders.) Also blieb ich weiterhin im Zug sitzen. Dann eine Durchsage: „… herzlich willkommen blablabla… Richtung Berlin“. Warum Berlin?! Ich wollte nach Hamburg! Schnell Zugplan rausgekramt und nachgeschaut. OMG, hätte in Fulda umsteigen müssen. Was mache ich jetzt?! Panik2.

Ok, bleibt ruhig. Ist nicht das erste Mal, dass so was passiert. Mein Ruf ist legendär, wenn es um Sachen geht wie Stadtpläne lesen oder mich irgendwo orientieren. Mein Level diesbezüglich ist nicht Gold, sondern Platin (Meisterklasse eben). Hatte dementsprechend auch mein Tablet dabei und recherchierte wo und wann die nächste mögliche Verbindung nach Hamburg war. Glück im Unglück, „mein ICE“ fährt n die gleiche Richtung, wie der Zug in dem ich saß. Beide fahren durch den nächsten Halt (Kassel) und beide halten auch dort. Zwischen den Zügen war sogar 10 Minuten Zeit und ich brauchte nicht zu hetzen. Also ganz schnell in Kassel ausgestiegen und rüber auf das andere Gleis gewechselt. Freute mich riesig darüber, dass ich es trotz allem geschafft hatte.

„DingDingDong“: „…Liebe Fahrgäste wir entschuldigen die Umstände, ihr Zug nach Hamburg wird sich voraussichtlich um 90 Minuten verspäten..“. Soweit ich die Durchsage verstand, schwankte der Grund zwischen „…Tiere auf den Gleisen…“ und „…Notarzt am Gleis..“. In meinen Kopf bildete sich, das Bild eines haltenden Zuges vor dem Hirsche und Notärzte herumschwirrten.

Also warten; 90 Minuten lang in einem sehr kaltem und nach Mitternacht ziemlich verlassenen und gruseligen Bahnhof. Sehr empfehlenswert.

Dann endlich; nach 90 Minuten kam der Zug. Ich schielte sicherheitshalber nach „Blutspuren“, waren aber GsD keine vorhanden.

In Hamburg steige ich beherzt aus, da dies der letzte Umstieg ist. In letzter Minute fällt mir der Zusatz im Reiseplan ein: „Hamburg – Altona„. Ob das eine Bedeutung hat? Der vordere Teil stimmt auf jeden Fall. Schnell einen Schaffner auf dem Gleis geschnappt und nachgefragt; „Hamburg und Hamburg-Altona ist es dasselbe?“. Seine Antwort: “ Nein, Hamburg-Altona ist zwei Stationen weiter“.

Ganz schnell wieder in den Zug zurück gesprungen und mich hingesetzt!. Zwei Stationen weiter ausgestiegen.

Jetzt ist es geschafft, das war der letzte Umstieg und das Ziel in Kürze erreicht!

Eingestiegen, halbe Stunde gefahren. Zug hält in „Tondern“, alle mitfahrende Passagiere steigen aus. Elektrizität wird herunter gefahren. Werbebildschirme und Anzeigen sind schwarz. Eine beunruhigende Stille breitet sich aus. Auf den Bahnsteig stehen Touristen, steigen aber nicht ein.

Ich bleibe sitzen, da laut DB-Reiseplan der Zug von Hamburg direkt nach Ribe fährt.

Das mulmige Gefühl verstärkt sich, als auf dem Nebengleis ein weiterer Zug hält und immer mehr Leute zwischen den Zügen ein- und wieder aussteigen. Keiner scheint genau zu wissen, wo welcher Zug in welche Richtung fährt. Ein Passagier meinte, der Zug, indem ich sitze, fährt nach Ribe, ein anderer verneinte es. So wechselten die Leute zwischen den Zügen. Ich mache mir etwas Sorgen, aber laut Reiseplan sind keine weiteren Umstiege vorgesehen.

Der Zug startet. Bildschirme und Anzeigen springen an.

Mein Zug fährt…. zurück in Richtung Hamburg!

Meine Sachen gepackt, aus dem Zug gestürmt und in den anderen Zug eingestiegen. Einsteigen! Egal wohin dieser fährt. Bei zwei Zügen gibt es nur zwei Möglichkeiten. 0 oder 1.

Kaum war ich im Zug, fuhr dieser los und ich, versuchte anhand der dänischen Anzeigen heraus zu finden, wohin ich eigentlich fahre.

Der Zug… fährt nach Ribe! Hurra.

Kategorien:Allgemein, Geschichten

nunatakoo

2017 - 2019 Keramik Meisterausbildung an der Keramikschule Landshut.
2014 - 2017 Gesellen Ausbildung an der Keramikschule Landshut.

Jahrgang 1970, geboren in China aber aufgewachsen in Deutschland.

Jahrzehntelang in einem normalen Beruf (gelernte Restaurantfachfrau) ausgeharrt und dabei meine künstlerische, hochkreative Seite unterdrückt.

2014 dann der "große Knall". Entdeckte die Homepage der Keramikschule Landshut.
Anmeldeformular ausgefüllt, Job gekündigt, 2-Zimmer Wohnung aufgegeben und von Frankfurt am Main nach Landshut in ein 1-Zimmer Wohnung umgezogen. :)

Mein persönliches Ziel: eine eigene Keramikwerkstatt.
Mein Oberziel: ein gemischter moderner "Handwerkerhof" mit ganz unterschiedlichen Branchen, (Handwerker, Fußwerker, Kopfwerker ...........) die sich an sozialem Unternehmertum orientieren und nicht nur allein am Profit.

Mein Plan: Mich in Kassel niederlassen und Stück für Stück diese Ziele realisieren.

Mein keramisches Gebiet/Thema: Persönliche, eigenwillige Interpretation einer/meiner westlich-asiatischen Verschmelzung.

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