Die Geschichte mit…

dem Rhabarber.

Ich bin kein Fan von Rhabarber. Keine Ahnung warum, vielleicht hatte ich mal eine traumatische Begegnung oder ähnliches gehabt. Auf jeden Fall mache ich immer einen großen, g r o ß e n Boden um „ das Zeug“.

Neulich in einer „stillen Stunde“ dachte ich dann:

 „Hast du deine Abneigung mal realistisch überprüft?!“

„Das muss du zumindest einmal im Leben machen?!“

Gedacht, getan und mich für einen Rhabarberkuchen entschieden. Eigentlich das einzige das ich mit Rhabarber in Verbindung bringe und wo meine Abneigung nicht ganz so astronomisch hohe Hürden überwinden muss.

Rhabarber wurde besorgt und …. liegen gelassen. Als es dann schon die ersten Anzeichen von ernsthafter Cellulitis bekam, wurde es Zeit, sich mit der Sache zu beschäftigen.

Erster Gedanke.

„Ist es nicht schade um die Blätter? Kann man die nicht irgendwie zu einem Smoothie verarbeiten? Wir haben noch gefrorene Wassermelone und Mandarinen im Kühlschrank.“

Meldung von meinen skeptischen Persönlichkeitsanteil:

„ähhh, hallo Attention. Kann man die überhaupt essen? „

                „Grün ist Grün oder? Radieschen Blätter kann man auch essen!“

„Ich möchte deine Begeisterung nicht dämpfen, aber meinst du nicht auch, das du dein basisloses Vertrauen in die Essbarkeit dieser Blätter einer realistischen Prüfung unterziehen solltest. Check es lieber im Internet nach. Nur so sicherheitshalber.“

                „ OK“

                „OMG, man darf sie nicht essen. Sie sind giftig! „

„… gut dass es „mich“ gibt“😓.

Weiter zum Kuchen.

Rezept ist ein einfacher Rührkuchen (Mehl, Butter, Eier, Zucker, Vanille, Backpulver)

Das erste „Hindernis“ das mich vom „einfachen Rezept“ abbrachte.

Es war kein Backpulver im Haus. Dachte ich hätte noch welche, aber nein.

Was tun?

Natron geht doch auch… oder?! Da brauchen wir aber Essig dazu. Ok, das haben wir, also rein damit.

Zweites „Hindernis“: Vanille

War auch keins da, also nehmen wir Löffelbiskuit. Der hat Vanille drin.

Drittes „Hindernis“: Zucker

Sollte xx g sein. Lange aber nicht.

Was nehmen?

Habe noch Rübensirup und Feigensenf da! Passt das?

Der Sirup hat einen bitteren Unterton und auf dem Senfetikett steht „süß und scharf“. Das Süße würde passen, aber scharfen Kuchen kann ich mir nicht vorstellen, also geht beides nicht.

Ich hab noch Honig im Kühlschrank! Der ist zwar mit Ingwer eingelegt, aber wir brauchen nur wenig, da schmeckt man es (bestimmt) nicht.  

Es ist auch noch ein angeschnittener Apfel da. Der muss weg. Also rein damit.

Meldet sich meine Skeptikerin : „Machst du jetzt eigentlich einen Kuchen oder rührst du einen Hexenkessel an?!“😰

P.S. Trotz allem war der Kuchen erstaunlich lecker und wenig sauer. Vielleicht zu viel Teig und zu wenig Rhabarber? 🥺

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